Die SPD Vorstandsmitglieder Teil 1 : Interview mit Klaus Thörmer

Klaus Thörmer
Beisitzer im Vorstand des Ortsvereins.

 

Laura:  Klaus, was hat dich zur SPD gebracht?

Klaus:   Der Freundeskreis würde ich sagen. Es gab damals eine „Sozialistische Jugend Deutschlands- Die Falken“ Gruppe in Haan.  Auch wenn sich die SJD Die Falken als Organisation in Haan auflösten, bildeten wir, d.h. der Kern aus dieser Gruppe, eine eigene Jugendgruppe – die UJH- Unabhängige Jugendgruppe Haan. An sich war die Gruppe nicht politisch aufgestellt, aber die Haaner Ur-Mutter der SPD: die Ilse Steinfeld nahm uns unter ihre Fittiche. Das hat irgendwie geprägt.
Ich war dort bis zur Auflösung Heimleiter.Später kam eine Zeit im Vorstand des Ortsvereins dazu und auch als sachkundiger Bürger im Wirtschafts- und Liegenschaftsausschuss.

 

Laura:   Die Stadt Haan liegt dir am Herzen. Seit wann bist du Haaner?

Klaus:    Ich lebe seit  1961 – in Haan und habe mit wenigen Unterbrechungen auch immer hier gewohnt. Meine Frau ist gebürtige Düsseldorferin und ebenfalls langjähriges SPD Mitglied. Wir haben  drei Kinder. Alle sind im Haaner Krankenhaus geboren, als dieses noch einen Kreißsaal hatte.  Jetzt sind sie erwachsen, sind im Beruf oder im Studium.

 

Laura:   Bist du auch hier zur Schule gegangen?

Klaus:    Ja, Waldschule Unterhaan, Emil-Barth Realschule.

 

Laura:    Uns interessiert auch dein beruflicher Werdegang. Was hast du dort bisher erlebt?

Klaus:    Ich war zwei Jahre bei der Bundeswehr. Danach kam die Industrie-Kaufmanns Lehre bei der Firma Berrenberg Maschinenfabrik auf der Ohligser Straße. Ab 1980 bis heute war und bin ich  angestellt bei der Firma Timken. Dort war ich  im Bereich Logistik, Inventarplanung und dann in der IT der Firma tätig. Schwerpunkt zuletzt war Internet und  E-Commerce mit Zuständigkeiten in der halben Welt, sozusagen. In dieser Zeit habe ich viele Länder bereist und viele Leute und Kulturen kennen und schätzen gelernt.

 

Laura: Du warst auch Vorsitzender des Betriebsrates bei der Firma Timken, wie kam es dazu?

Klaus: 1999 hat die Firma den Beschluss gefasst, das Lager in Haan zu schließen. Die Belegschaft gründete rechtzeitig vorher einen Betriebsrat und konnte deshalb in Sozialplan Verhandlungen einsteigen. Ich war Gründungsmitglied und der erste Vorsitzende des Betriebsrates.  Meine langjährige Tätigkeit im Betriebsrat hat meine Auge geschult für soziale Belange und Belange der Arbeit. Ich habe gelernt, was Entscheidungen – auch scheinbar kleine Entscheidungen – für den oder die Einzelnen bedeuten können.

 

Laura: Was machst du in deiner Freizeit?

Klaus: Ich interessiere mich für Geschichte, lese eine Menge und habe die Arbeit an einem historischen Roman wieder aufgenommen, dessen Anfänge nun einige Jahre verwaist in der Ecke lagen. Was noch ? Na ja, ich gehe gerne wandern, bin in den HTV eingetreten und versuche regelmäßig schwimmen zu gehen.  Ich bin seit früher Jugend Camper. Auch wenn aus dem Zelt inzwischen ein Wohnwagen geworden ist, liebe ich das Reisegefühl und neue Orte zu entdecken. Und dann ist da natürlich die SPD.

 

Laura: Zu guter letzt: Was bedeutet die SPD für dich?

Klaus:  Mehr denn je braucht Deutschland die SPD und ich werde tun was ich kann, den Leuten das näher zu bringen. Ohne die SPD gäbe es den Sozialstaat wie wir ihnen kennen nicht und wir hätten Zustände, wie zum Beispiel in England, wo Mitarbeiter praktisch keinen Kündigungsschutz haben, die Gewerkschaften platt gemacht worden sind, mit dem Resultat, das England in wesentlichen Bereichen Abschied davon genommen hat eine Industrienation zu sein. Wir sind eine Vorzeigeland in der Welt, was Menschlichkeit und soziale Verantwortung betrifft. Perfekt? Nein! Aber eine Alternative zur SPD für den „Normalo“ – zu denen ich mich zähle –  gibt es in unserer Politiklandschaft nicht.

 

Laura: Vielen Dank für das Interview

Klaus: Gern geschehen!